GESCHICHTE - Christen


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Allwissende Kirche und die Eitelkeit

Für Christen sind die vielen Augen des Pfaus Symbol der Allwissenheit, des allwissenden Gottes, der allwissenden Kirche. Christus wird als Lamm mit den sieben Augen dargestellt. Die "Augen" des Pfaus symbolisieren auch die direkte Wahrnehmung von Gott, wie er wirklich ist, so wie ihn die Engel, Christus und die Heiligen im Himmel sehen.
 


Heutzutage ist das angeberische Verhalten und das Zurschaustellen seiner Federn ein Symbol von Stolz, Arroganz und Eitelkeit. Im Barock tauchte der Pfau oft in der zehnten Station des Kreuzwegs auf, wo Christus entkleidet wurde um uns von der Sünde der Eitelkeit zu erlösen.

Hindus und frühe Christen glaubten, dass der stolze Pfau sich seiner hässlichen Füsse schämte. Und zwar so, dass er mitten in seinem eitlen Tanz immer dann innehielt und einen ärgerlichen Schrei ausstiess, wenn er diesen Makel seiner sonst so wunderschönen und würdigen Erscheinung zu Augen bekam.
Die Lehre, die in frühen Bestiarien daraus gezogen wurde war, dss auch Christen ihre eigene geistige Unzulänglichkeit beklagen und hassen sollten.
Die Cherubin hatten Pfauenfedern in ihren Schwingen ...

Wie viele andere Sonensymbole ist der Pfau ein Sinnbild für Auferstehung, Unsterblichkeit und die unzerstörbare Seele. Diese sinnbildlichen Assoziationen wurden noch durch den Glauben verstärkt dass Pfauenfleisch nicht verdirbt, und wenn sich der Pfau mausert, dann werden die alten Federn durch noch schönere neue erstetzt.
Pfaue, ihr Rad und ihre Federn werden in heraldischen Symbolen, auf Gräbern und in der christlichen und heidnischen Kunst als Symbole des Prozesses der Heiligwerdung (der Tausch des irdischen Körpers gegen den unsterblichen Leib) und der Apotheosis (Gottwerdung) verwendet.
 



Pfaue nehmen oft in der religiösen Kunst die Stelle des mythischen Phönix ein. Manchmal werden sie als aus dem Eucharistischen Kelch trinkend oder beim Baum des Lebens dargestellt. Wegen dieser Verbindung mit dem Lebensbaum waren Pfauenthrone im alten Babylon und in Persien sehr beliebt. Weil Heliopolis für die Stadt gehalten wird, in der Phönix seinen wiederbelebenden Scheiterhaufen baut, wurde der Pfau zu einem Wahrzeichen dieser Stadt. Die heilige Barbara hat als eines ihrer Wahrzeichen eine Pfauenfeder, weil sie in Heliopolis geboren wurde.
 
 
Das Pfauenforum - eine private Website zu allen Aspekten der Pfauenhaltung